Es gibt Touren, da zählt nicht der Speed, sondern der Weg. Der Start in Wien war entspannt. Über die Landstraßen ging es zügig Richtung Mistelbach und der erste Stop in Bernhardsthal. Direkt danach folgte der Grenzübergang.
Ein echtes Highlight war die Fahrt vorbei am Viadukt in Jezernice (Jessenitz). Die gewaltigen Steinbögen sind im Vorbeifahren extrem beeindruckend.
Nach den Kilometern auf tschechischen und polnischen Straßen erreichte ich am Abend schließlich Oświęcim. Nachdem ich Helm und Handschuhe weggelegt hatte, brauchte ich Bewegung. Ich bin eine erste Runde rund um das Areal des Museums Auschwitz-Birkenau gegangen.
Wenn man dort alleine an den Zäunen und Schienen entlangläuft, verliert die Welt um einen herum an Lautstärke. Der Kontrast zwischen der Freiheit, die ich den ganzen Tag auf dem Motorrad gespürt habe, und der Geschichte dieses Ortes ist gewaltig.
Der Hunger trieb mich schließlich in die Ortschaft Oświęcim, der am Abend eine ganz eigene, friedliche Atmosphäre ausstrahlt.
Am Hauptplatz habe ich mich in ein Lokal gesetzt und zu Abend gegessen. Es tat gut, nach der langen Fahrt und dem ersten Eindruck des Lagers wieder unter Menschen zu sein.
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