20 Stunden "Schaukel-Modus", das Genueser Hafen-Chaos und der kulinarische Himmel 🌊🚢🥩🍷
21. Mai
Heute gab es kein Kurven-Schwingen, kein Navi-Verfahren in engen Gassen und keinen Sprint gegen den sizilianischen Regen. Heute gab es: Blau. Einfach nur unendlich viel Blau, so weit das Auge reicht.
Überleben auf hoher See: Die ungeschminkte Wahrheit des Seetags 🛌👀
Die Nacht in unserer Außenkabine war überraschenderweise halbwegs erträglich, und die 20 Stunden Überfahrt gingen eigentlich ganz okay vorüber. Aber wir müssen ehrlich sein: So ein kompletter Seetag ist eine echte Geduldsprobe. Natürlich ist es die ersten ein, zwei Stunden total spannend, an Deck zu stehen, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und aufs endlose Meer zu starren. Aber irgendwann ist das Meer halt... einfach nur Wasser.
Und dann beobachtet man zwangsläufig die Mitreisenden. Stundenlang herumlungern, ziellos von Steuerbord nach Backbord laufen, essen, saufen, schlafen, wieder essen. Ganz ehrlich? Das hält im Kopf doch kein normaler Mensch aus! Wir haben es heute noch einmal schwarz auf weiß bekommen: Kreuzfahrten sind und bleiben für uns der Inbegriff von Stinklangeweile. Wir brauchen kein Animations-Team, das uns im Ententanz-Rhythmus bespaßt, und keine Pool-Bar für das Dauer-Koma. Wir zwei haben allein mehr als genug Spaß – da reicht uns der Ausblick und ein gutes Gespräch vollkommen aus!
Die große Überraschung an Bord 🍽️✨
Ein dickes Lob müssen wir GNV aber aussprechen: Wider Erwarten war das Essen auf dem Schiff wirklich grandios! Da hatte man fast das Gefühl, in einem richtig guten Restaurant an Land zu sitzen. Und das Personal war durchweg super freundlich.
Das "Große Fressen" der Nerven: Das Auslade-Chaos von Genua 🤯🚗🚛
Als die Fähre endlich in Genua anlegte, begann das eigentliche Schauspiel. Bis wir mit der Varadero endlich festen Boden unter den Reifen hatten, vergingen locker 1,5 Stunden – wenn nicht sogar mehr. Das lag aber nicht am Schiffspersonal, sondern an der absoluten Unfähigkeit und Unfreundlichkeit der lieben Kundschaft.
Sobald die Durchsage kommt, dass man zu den Fahrzeugdecks darf, mutieren anscheinend alle Autofahrer zu wilden Gladiatoren. Da wird gedrängelt, als gäbe es im Bauch des Schiffes gleich keinen Sauerstoff mehr. Jeder will der Erste sein, blockiert sich gegenseitig. Wir saßen tiefenentspannt auf unserer Varadero, haben uns das Spektakel kopfschüttelnd angesehen und uns ins Fäustchen gelacht. Bikervorteil: Wenn sich das Knäuel erst mal ein bisschen auflöst, schlüpft man einfach elegant durch.
Der kurze, spektakuläre Ritt ins Paradies 🏍️🌄
Die anschließende Fahrt zu unserem heutigen Quartier war zwar kurz, aber landschaftlich absolut spektakulär! Genua im Rücken, schraubten wir uns die Hügel hinauf – die perfekte Einstimmung auf das Festland.
Und der krönende Abschluss dieses langen Tages? Ein absolut grandioses Restaurant direkt an unserem Quartier. Nach dem ganzen Hafen-Chaos sitzen wir nun bei fantastischem Essen und einem exzellenten Glas Wein, lassen die Seele baumeln und freuen uns, dass wir wieder echten Asphalt unter den Füßen haben. Morgen geht es weiter Richtung Heimat!
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