„Warum machst du das eigentlich?“ – Das war die Standardfrage meiner Freunde, als ich ihnen erzählte, dass ich mich für das Straßen-Perfektionstraining bei EB-Fahrtechnik angemeldet habe. Einige meinten sogar spöttisch: „Wenn du es bis jetzt nicht gelernt hast, lernst du es nimmer!“
Ich habe das ganze Gerede von Anfang an nicht so ernst genommen.
Aber mal ehrlich: Wer meint, er könne nicht mehr dazulernen, der hat eigentlich schon aufgehört, ein echter Motorradfahrer zu sein. Denn Stillstand ist auf zwei Rädern bekanntlich der Anfang vom Ende.
Also bin ich mit der schweren Honda Varadero zu Ewald Baumgartner gefahren.
Schon nach den ersten Minuten war klar. Ewalds Coaching ist individuell, locker und absolut praxisnah.
Die Varadero ist ja bekanntlich ein Schiff. Man denkt immer, man muss ordentlich in den Anker gehen, um das Trum zu bändigen. Aber nach den Übungen bei Ewald kam für mich die große Erleuchtung: Ich bin nun tatsächlich draufgekommen, dass die Vorderradbremse fast schon überbewertet wird! Natürlich ist sie für die Bremsungen essenziell, aber was die Stabilität, das Einlenkverhalten und die Ruhe im Fahrwerk angeht – vor allem in engen Kehren und beim langsamen Manövrieren – bewirkt die Hinterradbremse Wunder. Die Dicke blieb plötzlich stabil wie ein Brett, kein Eintauchen, keine Nervosität. Es ist faszinierend, wie viel mehr Kontrolle man gewinnt, wenn man die Technik mal wieder von einem Profi wie Ewald feinjustiert bekommt.
Er schafft es, die Theorie so in die Praxis umzusetzen, dass man mit einem völlig neuen Sicherheitsgefühl nach Hause fährt.
An alle Skeptiker da draußen: Wer glaubt, er wüsste schon alles, hat die besten Momente auf dem Bike wahrscheinlich schon verpasst. Ich für meinen Teil freue mich schon auf die nächste Ausfahrt – und meine Vorderradbremse darf ab jetzt öfter mal Pause machen .
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