🏍️ Wienerwald-Wahnsinn: 3 Stunden, 2 Zylinder (na ja, fast) und die beste Sozia der Welt!

Veröffentlicht am 4. Juni 2026 um 19:44

Wien ist herrlich. Schönbrunn, Stephansdom, Schnitzel, die Copa Cagrana... alles super. Aber Hand aufs Herz: Als Motorradfahrer kriegt man in der Rushhour auf der Linken Wienzeile eher Weinkrämpfe als Fahrspaß. Also, was macht man an einem freien Nachmittag? Richtig, man packt das wertvollste Gut ein – in meinem Fall die beste Sozia von allen–, schwingt sich auf die KTM 390 Adventure

Hier ist das Protokoll unserer epischen 3-Stunden-Runde, die uns bewiesen hat: Man braucht keine 1300 Kubik, um das große Abenteuer zu erleben. Manchmal reicht ein williger Einzylinder und eine Sozia, die bei Schräglage nicht in den Helm kreischt.

Gestartet wurde im tiefsten Transdanubien, in Stadlau. Die KTM war vollgetankt, die Sozia war motiviert (oder hat zumindest so getan). Über die Weinbergstraße ging es erst mal darum, die Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen und Wien im Rückspiegel verschwinden zu lassen.

Erster echter Zwischenstopp: Gumpoldskirchen. Berühmt für exzellenten Wein. Schlecht für uns, weil: "Don't drink and drive". Also gab es für die Sozia nur sehnsüchtige Blicke auf die Weinberge und für mich das sanfte Vibrieren des Einzylinders unter dem Hintern. 

Ab ins Helenental! Hier fängt der Spaß für die KTM 390 ADV erst richtig an. Die kleine Herzogin wedelt so flink durch die Radien, dass man fast vergisst, dass hinten noch jemand draufsitzt, der sich bei jedem härteren Bremsmanöver mit dem Helm an meinem Hinterkopf verewigt. Klong. "Tschuldigung!" – "Passt schon, ich mag dein Visier."

Über Alland ging es nach Heiligenkreuz. Kurz überlegt, ob wir für den göttlichen Beistand beichten gehen sollen (vielleicht wegen dem einen oder anderen etwas zu optimistischen Überholmanöver?), aber keine Zeit – die Straße ruft!

Notiz am Pistenrand: Die Kurvenstrecke von Grub über Breitenfurt bis Laab im Walde ist das pure Slalom-Glück. Die 44 PS der KTM mussten hier zwar ordentlich arbeiten, aber hey: Wer schaltet, hat mehr vom Leben und die Sozia hielt sich tapfer fest.

Über das idyllische Irenental (wo man kurz vergisst, dass die Großstadt nur einen Steinwurf entfernt ist) ging es weiter nach Sieghartskirchen und hinauf auf den Hirschberg. Spätestens hier, im dichten Grün des Wienerwaldes, merkt man: Die Umgebung von Wien ist eigentlich ein riesiger Spielplatz für Zweirad-Enthusiasten.

Via Weidlingbach – noch mal ein absolutes Schmankerl für Kurvenliebhaber – näherten wir uns Klosterneuburg. Die Arme wurden langsam schwer, der Hintern der Sozia meldete erste Ermüdungserscheinungen (die KTM-Sitzbank ist eben kein Sofa, sondern ein sportliches Statement), aber das Grinsen unter den Helmen war bombenfest eingebrannt.

Das Fazit

Zurück in Wien stellten wir die treue KTM wieder ab.

  • Kilometer: Genug für ein fettes Grinsen.

  • Kurven: Unzählbar.

  • Kopfstöße durch die Sozia: 7. Aber alle liebevoll.

Das Resümee: Man muss nicht bis in die Dolomiten fahren, ... Das Wiener Umland bietet auf engstem Raum alles, was das Biker-Herz begehrt: Wald, Kurven, Kultur und jede Menge Fahrspaß. Und die KTM 390 ADV? Hat bewiesen, dass sie auch zu zweit ein absolutes Kurvenmonster ist.

Bis zum nächsten Mal – DLzG! ✌️und oben bleiben 



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